Köln, 9. Juni 2026 – Wie wurde der gesellschaftliche Wandel in Ostdeutschland fotografisch dokumentiert, interpretiert und erinnert? Und welche Rolle spielt die Porträtfotografie bei der Darstellung individueller und kollektiver Identitäten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Symposium „Im Angesicht des Wandels. Ost | Porträt | Fotografie“, das die Arbeitsgruppe 89+ Fotoperspektive Ost der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) am 25. und 26. Juni 2026 in Halle (Saale) veranstaltet.
Das Symposium findet in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) statt und knüpft an die erfolgreichen DGPh-Tagungen zur ostdeutschen Fotografie der vergangenen Jahre an. Anlass ist die Ausstellung Helga Paris. Häuser und Gesichter. Halle 1983–85, die ab 12. Juni 2026 im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) gezeigt wird.
Im Zentrum der Tagung steht das Porträt als Spiegel gesellschaftlicher, kultureller und politischer Entwicklungen in Ostdeutschland – von der DDR bis in die Gegenwart. Dabei wird der Begriff des Porträts bewusst erweitert: Neben fotografischen Darstellungen von Menschen geht es auch um die Porträts von Akteur*innen, Institutionen, Netzwerken und fotografischen Diskursen.
Zur Eröffnung am Donnerstag spricht die Kuratorin Inka Schube (Sprengel Museum Hannover) über die Bildwelten der Fotografin Helga Paris. In vier thematischen Panels diskutieren am Freitag Wissenschaftler*innen, Kurator*innen, Künstler*innen und Fotograf*innen über das Porträt in der späten DDR, über prägende Vermittlerfiguren der ostdeutschen Fotografie, über aktuelle künstlerische Positionen sowie über das Fotobuch als Medium fotografischer Erinnerung und Geschichtsschreibung.
Vortragende sind Dr. Axel Doßmann, Susanne Knorr, Dr. Andreas Krase, Prof. Dr. Jochen Krautz, Gwendolin Kremer, Jara Lahme, Annekathrin Müller, Katia Reich, Prof. Dr. Martin Schieder, Dr. Sabine Schmid, Dr. Thomas Wiegand, Franziska Ziegler sowie die Fotograf*innen Kurt Buchwald, Klaus Elle, Michael Kerstgens, Sophie Nawova-Meyer, Anne Pöhlmann, Andreas Rost und Naomi Tereza Salmon. Die Tagung endet mit einer szenischen Lesung von Dr. Judith Enders & Sophia Kesting.
Die Tagung bringt Fotograf*innen, Wissenschaftler*innen, Kurator*innen und Kulturhistoriker*innen zusammen, um künstlerische, fotografische, kunsthistorische, theoretische wie auch zeitgenössisch-praktische Ansätze zu diskutieren.
Die Veranstaltung richtet sich an ein Fachpublikum ebenso wie an alle Interessierten.
Veranstaltungsorte
25. Juni 2026
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
26. Juni 2026
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle (Saale)
Veranstalter
Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) e.V.
Arbeitsgruppe 89+ Fotoperspektive Ost
in Zusammenarbeit mit dem
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Informationen und Anmeldung
https://www.dgph.de/aktuelles/symposium-im-angesicht-des-wandels-ost-portraet-fotografie

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Photographie e. V. (DGPh)
Regina Plaar (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: +49 (0)221 – 9 23 20 69
regina.plaar@dgph.de
Downloads
| Weitere Informationen | Größe |
|---|---|
| 20260609_DGPh_Pressemitteilung_Symposium_Im Angesicht des Wandels | 132.61 KB |
