Paris Evening, Paris 1934 © Fred Stein
Paris Evening, Paris 1934 © Fred Stein
Vom vertriebenen Anwalt zum Fotografen des Exils

Peter Stein spricht mit Thomas Berlin (DGPh)  über das Leben seines Vaters, dessen Porträts, das Exil und sein fotografisches Vermächtnis.

Fred Stein (1909–1967) wuchs in Dresden auf. Als Jude und Sozialist konnte er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten seine juristische Laufbahn in Deutschland nicht fortsetzen. 1933 floh er mit seiner Frau Lilo nach Paris und reiste später weiter nach New York. Er wurde zum fotografischen Chronisten der Städte seines Exils und der intellektuellen Welt des 20. Jahrhunderts – wie aus dem folgenden Gespräch zwischen seinem Sohn Peter Stein und Thomas Berlin deutlich wird.

Eine vorangehende Anmerkung: Fred Stein gehört zu einer Generation europäischer Fotografen jüdischer Herkunft, deren Leben und Werk von Nationalsozialismus, Antisemitismus, Flucht, Exil, Internierung, Deportation oder Mord geprägt war. Einigen gelang es, sich im Ausland eine neue Existenz aufzubauen. Andere sahen ihre Karrieren zerstört oder wurden in Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Am Ende dieses Interviews finden sich weitere Informationen zu einigen dieser Fotografen, darunter Gisèle Freund, Helmut Newton, Robert Capa und Dr. Erich Salomon. Ihre Namen vermitteln einen Eindruck davon, wie eng die Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhunderts mit jüdischem Exil, Verfolgung und Verlust verbunden ist. (Thomas Berlin)

Zum Interview: Fred Stein: From Displaced Lawyer to Photographer of Exile

 

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